Kulturverein Probstei startet durch

Ein grandioser Erfolg für den neuen Kulturverein Probstei war dessen erste Vorstellungs-Veranstaltung. Wilfried Zurstraßen hielt ein flammendes Plädoyer für die Kultur und lobte den Mut des Vereins. Foto: Astrid Schmidt
Ein grandioser Erfolg für den neuen Kulturverein Probstei war dessen erste Vorstellungs-Veranstaltung. Wilfried Zurstraßen hielt ein flammendes Plädoyer für die Kultur und lobte den Mut des Vereins. Foto: Astrid Schmidt

200 Menschen strömten am Sonntag zur ersten Veranstaltung des neuen Kulturvereins Probstei in das Hotel am Rathaus in Schönberg. Neben Informationen gab es Kostproben des lokalen Schaffens. „Mit einer solchen Resonanz hatten wir nicht gerechnet, wir sind überwältigt“, sagte Vorsitzende Marlen Haase.

Die Kulisse im Saal bildeten Acrylbilder von Künstlern wie unter anderem Bianca Leidner aus Barsbek, dem Fotografen Thorsten Prawitt aus Schönberg und Malerin Erika Beckmann-Vorberg. An dem Flügel gaben Pianist Rüdiger Penthin und Opernsänger Matthias Klein eine Kostprobe. Einhellige Meinung: „Was für ein fantastischer Klang.” Das Duo em & em war mit plattdeutschen Geschichten und musikalischen Ohrwürmern dabei, Ute Haese las aus ihren Krimis und Jürgen Bernien präsentierte lyrische Texte, um nur einige Beispiele präsentierter Kultur made in Probstei zu nennen.

Haase stellte gleich zu Beginn den Vorstand des neues Vereins vor und vergaß auch nicht den Dank: an Helfer und Unterstützer, die in der Gründungsphase mit Rat und Tat einsprangen, an die 56 Mitglieder, die der Verein nach fünf Monaten bereits zählt und an Sponsoren, wie Horstdiether Penthin aus Preetz, der die finanziellen Mittel für einen Bechstein-Flügel bereitstellte, um dem Verein und der Kultur in der Probstei „Flügel zu verleihen“.

Respekt und Anerkennung für den Mut, diesen Verein aus der Taufe zu heben, gab es von einem, der es wissen muss: Wilfried Zurstraßen, der in mehr als 25-jähriger Bürgermeisterarbeit Schönberg zur “Kulturhauptstadt des Kreises Plön“ gemacht hatte. Er dankte dem Verein, der Vereine und Menschen zusammenführe und ein regionales Netzwerk bilde. Denn: „Kultur kennt keine lokalen Grenzen“, betonte Zurstraßen. Er sprach auch das Kulturzentrum an, das der Verein auf der Agenda habe. Das höre sich zwar zunächst nach Träumerei an, aber „wer keinen Mut hat zu träumen, hat auch keine Kraft zu kämpfen“, so Zurstraßen.

Kieler Nachrichten vom 11. März 2019
Text/Fotos: Astrid Schmidt

Ein Bechstein für die Probstei

Festliche Stimmung: Hotelinhaber Michael Pedersen (stehend von links), die Vereinsvorstände Erika Beckmann-Vorberg, Marlen Haase und Helma Tams freuen sich mit Rüdiger Penthin (sitzend, links) und seinem Vater Horstdiether Penthin über den Bechstein-Konzertflügel. Foto Kay-Christian Heine

Mit der Umsetzung seines satzungsgemäßen Ziels, die kulturelle Vielfalt in der Probstei zu fördern und als Vermittler von Kunst und Kultur eine wichtige Rolle in der Region zu spielen, ist der Kulturverein Probstei einen großen Schritt weitergekommen: Seit vorgestern hat ein Konzertflügel aus dem Hause Bechstein als Dauerleihgabe an den Verein im Großen Saal des Schönberger „Hotels am Rathaus“ ein neues Zuhause gefunden. Die Vereinsmitglieder und Hotelinhaber Michael Pedersen glauben nun, ganz neue Möglichkeiten bei der Ausrichtung von Musikveranstaltungen zu haben. „Viele Agenturen sind immer mal wieder auf der Suche nach kleinen, Spielorten, die den Künstlern intensiven Kontakt zum Publikum ermöglichen“, weiß Pedersen. Mit einem Konzertflügel der Spitzenklasse in seinem Saal ist er sich sicher, künftig viele Agenturen von Schönberg überzeugen zu können.

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