Kay-Christian Heine

Kay-Christian Heine
Kay-Christian Heine

Auf der Suche nach Farbkontrasten,
Mustern und Bewegung

Kay-Christian Heine, Jahrgang 1966, Jurist, freier Photojournalist und Autor mit den Themen Kunst & Kultur, Konzert & Bühne, Soziales & Religion, Reportage sowie – ganz wichtig! – Naturfotografie.

Weil die Farb- und Formensprache der Natur so vielfältig, bisweilen überwältigend und kaum auf einen Blick zu erfassen ist, löse ich ihre Üppigkeit mit der Kamera auf, zerlege sie in ihre wesentlichen Bestandteile, reduziere Szenen auf wenige, sie ausmachende Elemente, auf Form, Farbe und Struktur.

Ich suche nach Farbkontrasten, Mustern und Bewegung, isoliere und hebe hervor. Dabei mache ich mir die Zeit zunutze: Gilt Fotografie gemeinhin als ein Mittel, den Augenblick festzuhalten, komprimiere ich mit langen Belichtungszeiten Spannen von Sekunden bis hin zu etlichen Minuten in ein einziges Bild. Sich bewegende Bildelemente hinterlassen dadurch auf Film oder Sensor ihre Spuren: Wellenbewegte Wasseroberflächen oder ziehende Wolken etwa lösen sich in Unschärfe und typische Bewegungsmuster auf. Zeit wird so sichtbar und zum bildsprachlichen Element.

Um mich einzelnen Motiven experimentell zu nähern und die Fotografie noch weiter zu reduzieren, setze ich bisweilen besondere, analoge Filmmaterialien, eine linsenlose Lochblende anstelle eines Objektivs („Camera obscura“) oder ältere Objektivkonstruktionen ein – letztlich auch, um die von unnachgiebiger Schärfe moderner Digitalfotografie geprägten Sehgewohnheiten zu durchbrechen. Denn der Blick des Menschen ist selten perfekt.

Mehr Informationen im Netz: https://KayChristianHeine.com